Die Historie von DAY & LIGHT ist geprägt von fachlicher Kontinuität und der Weitergabe von Wissen über Jahrzehnte. Sie folgt einer Entwicklung, die sich innerhalb der professionellen Lichtplanung herausgebildet hat.
Die Ursprünge liegen in der Lichtplanung der 1970er-Jahre und sind eng mit dem Umfeld von Christian Bartenbach verbunden. In dieser Phase wurde Lichtplanung systematisch erforscht, gemessen und als eigenständige planerische Disziplin etabliert.
Ulrich Werning entstammt diesem fachlichen Kontext. Als ehemaliger geschäftsführender Gesellschafter bei Lichtplanung Christian Bartenbach überführte er diese Herkunft in eine eigenständige Praxis. 1982 gründete er die Lichtplanung Ulrich Werning und baute parallel dazu die Lichtplanungsabteilung des Haustechnik-Konzerns HL-Technik AG auf. In diesem Umfeld wurden Forschung, Messung, Tageslichtlenkung und systematische Analyse konsequent mit Architektur verknüpft.
In den späten 1990er-Jahren traten mit Frank Vetter, Stefan Vetter und Markus Tuppen weitere prägende Personen hinzu. Methodik, Arbeitsweisen und Erfahrung aus dieser forschungsnahen Schule wurden in der gemeinsamen Praxis weitergeführt und in neuen Projektkontexten geschärft..
Mit der Partnerschaft Werning Tropp und Partner ab 1998 und der anschließenden Fortführung als Werning Day & Light ab 2004 entwickelte sich daraus eine eigenständige Büroform. Der Name DAY & LIGHT etablierte sich in diesem Zusammenhang. In diesem Zeitraum arbeitete das Team am Projekt Stuttgart 21 – beginnend mit Tageslichtmessungen am Fraunhofer-Institut, später mit der Kunstlichtplanung in den folgenden Projektphasen.
Die Firma wird von Ulrich Werning gegründet
Aufbau Lichtplanungsabteilung der HL-Technik AG
Stefan Vetter kommt an Bord
Partnerschaft mit Clemens Tropp
Frank Vetter und Markus Tuppen kommen an Bord
Clemens Tropp verlässt die Partnerschaft
Frank Vetter wird gleichberechtigter Partner von Ulrich Werning
Ulrich Werning scheidet aus der Partnerschaft aus
Geschäftsführende Gesellschafter:
Frank Vetter und Markus Tuppen
DAY & LIGHT steht heute für Lichtplanung, die technische Präzision und gestalterische Klarheit verbindet. Im Corporate Lighting prägt das Büro die räumliche Identität von Marken wie Google und Porsche. Licht wird hier als integraler Bestandteil von Architektur, Marke und Nutzung geplant. Gleichzeitig arbeitet DAY & LIGHT in sensiblen kulturellen Kontexten. Die Einladung nach Japan zur Illumination des Zen-Tempels Manpuku-ji, gegründet 1661 von Ingen Ryūki Zenji und heute Nationalschatz, steht für eine Praxis, in der Zurückhaltung, Fachwissen und Kontextverständnis maßgeblich sind.
Ergänzend zur Projektarbeit engagiert sich DAY & LIGHT in der Lehre und in Fachverbänden (fild). Diese Tätigkeiten sind Teil der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit Lichtplanung als Disziplin und ihrer Weiterentwicklung im fachlichen Diskurs.